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Home VERANSTALTUNGEN BZ-FILM-PREMIERE 06.06.: DRAUSSEN IN MEINEM KOPF
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06.06.: DRAUSSEN IN MEINEM KOPF

  • Drama
  • AB 12 JAHREN
  • 99 Min
  • D 2018
  • deutsch

Ein junger Mann, der an Muskelschwund leidet, bekommt einen neuen, völlig unerfahrenen Betreuer, der ein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet. Über Hindernisse hinweg entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Charakteren, die von Samuel Koch und Nils Hohenhövel bewegend und sehr glaubwürdig gespielt werden. Das intensive Kammerspiel unter der Regie von Eibe Maleen Krebs beeindruckt aufgrund seiner Wahrhaftigkeit und der ungeschönten Radikalität eines schmerzlichen Abschieds vom Leben. Ein absolut sehenswerter Film, der tief unter die Haut geht!

Am 06.06. um 20 Uhr
In Anwesenheit der Regisseurin

Das erste Treffen ist alles andere als so, wie Christoph, der doch einfach nur etwas Gutes tun möchte, sich das wohl vorgestellt hat. Denn eigentlich braucht Sven gar keine Hilfe. Er hat eine Krankheit. Das ist ein Unterschied. Doch die Wahrheit ist: Selbst, um die Bach-Lieder hören zu können, die er so liebt, weil sie so "herrlich sphärisch" und "düster morbide" sind, braucht er Hilfe. Doch was am ersten Tag der Begegnung undenkbar scheint, entfaltet sich. Die beiden jungen Männer entwickeln Verständnis füreinander. Gleichwohl ist es eine Beziehung, die nicht leichtfüßig Richtung Freundschaft führt, sondern immer wieder durch Rückschritte geprägt ist. Denn Sven kann manchmal nicht heraus aus seiner Haut. Dann muss er verletzen und den jungen Mann an seinem Bett bloßstellen oder ihm Unrecht tun. Vielleicht, weil die Macht der Worte die einzige Macht ist, die ihm noch geblieben ist. Aber auch Christoph entwickelt sich weiter. Er lernt, Grenzen zu ziehen. Und vor allem: sich auf diesen Mikrokosmos einzulassen, in der eine andere Sprache gesprochen und Freude am Leben anders definiert wird. Der Vergleich zum Bestseller "Ziemlich beste Freunde", in dem ein Pflegehelfer mit seiner unkonventionellen Art einem reichen, isoliert lebenden Rollstuhlfahrer neuen Lebensmut gibt, scheint sich aufzudrängen. Gleichwohl hat die französische Filmkomödie mit diesem sensiblen und oft beklemmenden Kammerspiel wenig zu tun, auch wenn beide auf wahren Begebenheiten beruhen.Regisseurin Eibe Maleen Krebs schafft es, in "Draußen in meinem Kopf" ganz beiläufig die ganz großen Fragen zu stellen: Wie lange ist ein Leben noch lebenswert? Wann sollte Sterbehilfe erlaubt sein? Wie viel meiner Intimsphäre kann, will und muss ich im Krankheitsfall aufgeben? "Draußen in meinem Kopf" ist großes, nachdenkliches Kino, mit vielen Gefühlen. Ermöglicht wird das durch wunderbar überzeugend agierende Schauspieler, allen voran Nils Hohenhövel in der Rolle des FSJ-lers Christoph; und durch interessante Kameraperspektiven in der auf nur einen Raum limitierten Szene, die den beschränkten Alltag von Sven zumindest erahnen lässt.

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