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Welche Filme dürfen meine Kinder sehen?

Für Kinder- und Jugendfilme ist – wie für alle Kinofilme, Kinowerbung und Filme, die auf Video und DVD veröffentlicht werden – eine gesetzlich vorgeschriebene Freigabe für bestimmte Altersstufen erforderlich. Rechtsgrundlage dafür bildet nach § 14 Abs. 1 das Jugendschutzgesetz.

Die Altersfreigabe-Kennzeichnungen nehmen nicht die Kinobetreiber, sondern die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) vor, eine Einrichtung der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO). Um zu gewährleisten, dass die Freigabe-Entscheidungen der FSK staatlicherseits anerkannt werden, wirken die Bundesländer daran mit. Die Freigaben sind folgendermaßen gestaffelt:
ohne Altersbeschränkung, ab sechs Jahren, ab zwölf Jahren, ab 16 Jahren und keine Jugendfreigabe.
Für die Altersfreigabe ab zwölf Jahren gilt die so genannte Parental-Guidance-Regelung.

 

Was bedeutet Parental-Guidance-Regelung?

Durch die Parental-Guidance-Regelung (Jugendschutzgesetz § 11 Abs. 2) ist es Eltern erlaubt, gemeinsam mit ihren Kindern ab 6 Jahren in Kinofilme zu gehen, die erst ab 12 Jahren freigegeben sind. Dieses Angebot zielt auf den Kinobesuch mit der ganzen Familie und stärkt das Elternrecht. Die „PG“-Regelung gilt ausdrücklich nur für Personensorgeberechtigte, das heißt für Eltern oder in Ausnahmefällen für einen vom Familiengericht bestellten Vormund, nicht aber für Großeltern, Geschwister oder Lehrkräfte. Eine Autorisierung durch die Eltern reicht ebenfalls nicht aus.

 

Welche Zeitgrenzen und Begleitpflichten gibt es für den Kinobesuch?

Neben den FSK-Altersfreigaben gelten zudem Zeitgrenzen für den Kinobesuch von Kindern und Jugendlichen, die zu berücksichtigen sind. Demnach gilt nach § 11 Jugendschutzgesetz:

  • Kinder unter 6 Jahren dürfen ohne Begleitung überhaupt nicht ins Kino
  • Kinder zwischen 6 und 13 Jahren dürfen ohne Begleitung nur bis 20:00 Uhr* ins Kino
  • Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren dürfen ohne Begleitung nur bis 22:00 Uhr* ins Kino
  • Jugendliche ab 16 Jahren dürfen ohne Begleitung nur bis 24:00 Uhr* ins Kino

  • * gilt für das Vorstellungsende


Für alle späteren Uhrzeiten müssen Kinder und Jugendliche von personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Personen begleitet werden.
Personensorgeberechtigte Personen sind alleine die Eltern (in Ausnahmefällen auch ein Vormund). Erziehungsbeauftragte Personen sind Personen, die über 18 Jahre alt sind und Kinder und Jugendliche bei Freizeiten oder in der Ausbildung betreuen, auch Lehrerinnen und Lehrer. Mögliche Erziehungsbeauftragte können auch volljährige Geschwister oder Freunde/innen sein. Entscheidend ist, dass der Erziehungsbeauftragte konkret beauftragt wurde und auf Verlangen des Kinopersonals die Beauftragung durch die Eltern nachweisen kann (schriftlich). Einen Vordruck für die Übertragung des Erziehungsauftrags können Sie hier herunterladen (PDF).

 

Kann ich mit meinem Kind auch unbedenklich eine 3D-Veranstaltung besuchen?

Ja! 3D Digital ist die Kinorevolution des 21. Jahrhunderts und sicherlich auch für Kinder ein Erlebnis. Ähnlich wie PC-Arbeit ermüdet die 3D-Technik zwar das Auge, dies hat aber keine gesundheitlichen Nebenwirkungen – auch nicht für Kinder. Bedingt durch die Effekte wirken 3D-Inhalte allerdings oftmals spannender und aufregender als 2D-Inhalte. Übrigens: Für unsere kleinen Kinogäste stehen 3D-Kinderbrillen zur Verfügung.

 

Bestimmt das Kino die FSK-Regelung?

Nein, die Altersfreigabe-Kennzeichnungen übernimmt die FSK, eine staatlich anerkannte Einrichtung. Als Kinobetreiber sind wir verpflichtet, die Einhaltung der FSK-Regelung zu gewährleisten.

 

Greift für Werbung und Kinotrailer auch die FSK-Regelung?

Ja, Werbefilme und Trailer, die im Vorspann gezeigt werden, haben die gleiche FSK wie der Hauptfilm.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer personensorgeberechtigten Person und einer erziehungsbeauftragten Person?

Erziehungs-/Sorgeberechtigte Personen sind nur die Eltern. Erziehungsbeauftragte Personen sind Personen über 18 Jahre, die für einen bestimmten Zeitraum (Kinobesuch) von den Eltern die Fürsorge übertragen bekommen (z.B. ältere Geschwister, Verwandte).

 

Wann ist eine erziehungsbeauftragte Person notwendig?

Wenn zum Beispiel ein 16-jähriger in eine Kinovorstellung (FSK 16) möchte, die allerdings erst nach 24:00 Uhr endet. In diesem Fall darf er die Vorstellung nur besuchen, wenn entweder die Eltern (personensorgeberechtigt) oder eine erziehungsbeauftragte Person ihn begleitet. Diese Übertragung gilt nur für die zeitliche Begrenzung gemäß Jugendschutzgesetz, nicht für die FSK-Regelung. Einen Vordruck für die Übertragung des Erziehungsauftrags können Sie hier herunterladen (PDF).

 

Wo finde ich weitere Informationen und Empfehlungen?

Gerne beraten unsere MitarbeiterInnen über aktuelle Kinderfilme und deren Altersempfehlung.

C1 Cinema empfiehlt:
Der Leitfaden von VISION KINO "Mit der Familie ins Kino" gibt Tipps und Informationen rund um den Kinobesuch mit Kindern und ist kostenlos auf www.visionkino.de erhältlich.

Viele Infos rund ums Thema Kino mit Kindern finden Sie auch auf folgenden Internetseiten:
http://kinderfilmwelt.de
http://kinderfilm-online.de

United Kids FOundation
*0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz | max 0,42 €/Min aus dem dt. Mobilfunknetz
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